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Das Berufsfeld für Rating-Analysten beschränkt sich nicht auf die Tätigkeit in einer Rating-Agentur, obwohl diese Vermutung nahe liegt. Mindestens genauso wichtig ist die vorbereitende und begleitende Tätigkeit in Wirtschaftsunternehmen, die sich raten lassen oder die andere Unternehmen (wie z.B. Zulieferer) raten müssen, oder die Arbeit bei Unternehmensberatern und bei Finanzierungsinstitutionen.
Insgesamt zeichnen sich also 5 Kern-Berufsfelder ab:
- Mitarbeiter in Rating-Agenturen
- Mitarbeiter in Wirtschaftsunternehmen, die sich raten lassen wollen: Hier kann der Rating-Analyst als Vorbereiter, Begleiter und permanenter Betreuer dieses Prozesses ("der Analyst im eigenen Haus") mitwirken.
- Mitarbeiter in größeren Wirtschaftsunternehmen, die ihre Zulieferer beurteilen bzw. "raten" müssen. Bislang handelt es sich dabei hauptsächlich um ein Zuverlässigkeits- und Qualitätsrating. Immer mehr spielen jedoch die langfristige Existenz des Lieferanten eine Rolle, denn die Liste der Zulieferer wird immer kürzer; d.h. die Abnehmer können nicht mehr ausweichen.
- Mitarbeiter in Unternehmensberatungen: Vor allem kleinere Unternehmen benötigen vor, während und nach einem Rating temporäre qualifizierte Unterstützung von Fachleuten, die den Prozess begleiten und die beratend tätig sind ("der qualifizierte Unternehmens und Rating-Berater", der "Rating-Advisor"). Unternehmen können bei einer Beratungsfirma auch "nur" einen nach vollziehbaren "Unternehmens-Check" in Auftrag geben; z.B. im Umfeld eines Eigentümerwechsels.
- Mitarbeiter bei Kreditinstituten, Kapitalgesellschaften, Factoring-Unternehmen und Venture Capital-Gebern. Diese Institutionen beschäftigen sich mit zielgerichteten Analysen von Unternehmen und haben bereits Know-how-Träger als Mitarbeiter. Sie sind jedoch auf die Verbesserung und Systematisierung ihrer Verfahren angewiesen und wissen eine "second opinion" zu schätzen.
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